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Tianzi cóng Jìnyáng

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Der Titel des Tianzi  bedeutet wörtlich Sohn des Himmels und wurde rangunabhängig von vielen souveränen Herrschern Chinas verwendet.

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Beschreibung

Tianzi

Der Titel des Tianzi  bedeutet wörtlich Sohn des Himmels und wurde rangunabhängig von vielen souveränen Herrschern Chinas verwendet. Der Begriff, erstmals in der Zhou-Dynastie aufgekommen, stützt sich auf das Konzept des Mandats des Himmels , welches nicht mit dem europäischen Begriff des Gottesgnadentums verwechselt werden darf, da es die Herrschaft nur legitimiert, solange sie gut beziehungsweise erfolgreich ist. Tianzi als Herrschertitel symbolisierte zudem den Anspruch auf die Herrschaft über das Tianxia (wörtlich [alles] unter dem Himmel), das heißt die Welt.

Jìnyáng wurde 497 v. Chr. erbaut und hat eine Geschichte von über 2500 Jahren. Unter ihrem heutigen Namen Taiyuan ist sie die Hauptstadt der Provinz Shanxi in der Volksrepublik China und liegt auf 780 m Höhe am Fluss Fen He. Die in Tàiyuán befindliche Jinci-Tempelanlage steht seit 1961 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

Chinesischer Adel

Der Adel im Kaiserreich China unterlag einer mehrtausendjährigen Wandlung. Früher als in Europa bildete sich ein Feudalwesen, eine sesshafte Verwaltung und schließlich ein Staatswesen heraus, welches die Kultur und Sozialstruktur des Reiches prägte. Trotz innerer und äußerer Umbrüche blieben typische Ausprägungsformen gleich, etwa das Patriarchat, die Primogenitur zahlreicher Titel oder die Zentralgewalt des obersten Herrschers und seines Hofes. Erst mit der Abschaffung des Kaiserreichs wurde die gesellschaftliche Machtstellung des chinesischen Adels gebrochen.

Das Adelssystem Chinas bildete sich im 1. Jahrtausend v. Chr. während der Zhou-Dynastie heraus. Konfuzius kodifizierte in seinem Werk über die Riten der Zhou kurz nach Christi Geburt das überlieferte Adelssystem der Zhou-Dynastie, welches zur Grundlage für die Adelsstufen in China wurde, auch wenn das System sich beständig fortentwickelte.

Kaiser von China

Vor Qin Shihuangdi waren die Begrifflichkeiten Huang für Gottkönig/Erhabener und Di für Ahnenkönig/Kaiser verwendet worden. Beide Begriffe lassen sich auch anders übersetzen, zeigen aber die Verehrung des übermenschlichen oder halbgöttlichen Wesens, welches damit bezeichnet wird. Auf dieses bestehende Begriffsmaterial aus den Mythen der acht Urkaiser Chinas (Drei Huang und Fünf Di) griff Qin Shihuangdi zurück, als er 221 v. Chr., nach dem Niederwerfen aller konkurrierenden Wang, den Titel des Huangdi einführte. Dadurch zeigte er seinen Anspruch, ein größerer Herrscher als alle Wang vor ihm zu sein; sein Titel umfasste auch das Shi, welches seine Rangfolge als Erster Huangdi zeigt. Der Wortbestandteil Di symbolisierte auch seine Verbundenheit mit dem göttlichen Konzept des Shangdi. Nicht verwechselt werden sollte der Titel des Huangdi mit dem Gelben Kaiser.

Alle Herrscher mit dem Anspruch auf die Gesamtherrschafts über China trugen nach Ende der Qin-Dynastie den Titel des Huangdi, bis zur Abdankung des Puyis 1912. Dynastien, die aus Fremdherrschern hervorgingen, wie etwa die Yuan-Dynastie der Mongolen, trugen den Titel des Huangdi neben ihren fremdländischen Titeln. Wie auch in Europa, etwa bei Päpsten und Gegenpäpsten, war es nicht unüblich, dass mehrere Huangdi gleichzeitig amtieren konnten.

In der westlichen Übersetzung wird der Titel Huangdi üblicherweise mit Kaiser von China (englisch Emperor) übersetzt, die wörtliche Bedeutung wird etwa mit erhabener Göttlicher umschrieben.

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